Zukunftsforscher Joachim Graf: Unternehmen machen immer noch zu wenig aus ihren Daten

Am 28. Januar findet die Virtuelle Konferenz „Software, Services und Tools für Marketing und Commerce 2020″ statt. Ausgerichtet als Webinar von iBusiness, dem Fachportal für Führungskräfte aus dem interaktiven Business. Einer der Referenten ist Philipp Schlüter, VP Marketing der Basefarm Gruppe, mit dem Beitrag „KI, Big Data, Cloud – was haben diese Buzzwords mit meinem Business zu tun?“ Darin führt er aus, wie diese drei elementaren Technologien/Faktoren zusammenhängen und was es braucht, um zur data-driven Company zu werden. Anlass für uns, dem Host der Konferenz, Zukunftsforscher und iBusiness-Herausgeber Joachim Graf ein paar Fragen zu stellen.

Joachim, die anstehende Virtuelle Konferenz thematisiert „Software, Services und Tools für Marketing und Commerce 2020″. Im Intro zeigst du auf, wohin die Reise geht. Wohin denn? Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Trends?

Es gibt eine Fülle von Entwicklungen – von Headless bis zu Progressive Web Apps. Aber ich glaube, das strategische Metathema ist die Entwicklung hin zu wirklich integrierten Lösungen. Vom Backend bis hin zum Frontend.

Wie ordnest du das Thema Cloud dabei ein?

Auf der einen Seite ist die technische Entwicklung so schnell, dass Unternehmen nur dann mit der hauseigenen Software-Entwicklung mithalten können, wenn sie darauf sehr viel Personenpower setzen. Das werden allerdings Unternehmen nur in den Feldern machen, wo Tools und Software die Seele des Unternehmens sind. Wo es sich um allgemein wichtige Funktionen dreht – von der Terminverwaltung über die Lohnbuchhaltung bis hin zu CRM, Shopsoftware oder auch ERP – da ist ein Outsourcing sinnvoll.

Was ist mit Big Data und KI?

Ich sehe das wichtigste Thema bei den Unternehmen den Zugriff auf und die Sicherstellung der Qualität der eigenen Daten. Das wird über den KI-Hype gerne vergessen: dass garbage-in eben immer auch garbage-out bedeutet. Auch wenn noch so schlaue KI zum Einsatz kommt.

Der Weg hin zu datengetriebenen Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen ist das zentrale Thema für Unternehmen in den kommenden Jahren. Doch zuvor müssen sie ihre Hausaufgaben machen und ihre Datenqualität sicherstellen.

Wo beobachtest du die Mängel in der Datenqualität? Was sind deiner Meinung nach die Ursachen?

Fast jeder, der auf Unternehmensseite über solche Projekte spricht, klagt über die Schwierigkeiten. Ob es um Personalisierungsansätze gibt, die an schlechten Daten scheitern, oder um Internationalisierungsprojekte, die sich verzögern, weil beispielsweise Produktinformationen nicht vollständig sind beziehungsweise nicht in den nötigen Landessprachen vorliegen.

Und wie kann das behoben werden?

Du musst auf Datenqualitätsmanagement Geld und Ressourcen kippen und ihm einen höheren Platz in der unternehmensweiten Nahrungskette einräumen. Oft wird das Thema lediglich mit dem Praktikanten besetzt.

Dies und mehr thematisiert die mittlerweile 31. Virtuelle Konferenz am 28. Januar. Warum in diesem Format?

Virtuelle Konferenzen sind das uneheliche Kind aus einer Präsenzveranstaltung und einem Webinar. Sie verbinden die Vorteile beider Welten: Sie sind zeit-, kosten- und CO2-sparend wie Webinare, bieten aber gleichzeitig einen umfassenden Überblick über ein Thema – wie eine Konferenz.

Wer besucht die Virtuelle Konferenz? An wen richtet sich das Format?

Wir adressieren ausschließlich Digitalverantwortliche in deutschsprachigen Unternehmen, schwerpunktmäßig aus den Bereichen Marketing und Handel/E-Commerce. Das können E-Commerce-Entscheider sein, Agenturchefs, Marketing-Verantwortliche, Verantwortliche für Digitale Transformation oder Geschäftsführer in Digitalunternehmen.

Wie funktioniert die Teilnahme?

Ganz einfach: Du surfst auf www.ibusiness.de/webinar, meldest dich dort für einen oder mehrere Vorträge an und erhältst automatisch deinen Teilnahmelink – und per E-Mail einen Reminder, wenn der jeweilige Vortrag losgeht. Am Veranstaltungstag brauchst du lediglich einen Internet-Zugang. Und ein Smartphone, Tablet oder PC wäre natürlich auch nicht schlecht.

Freuen wir uns also auf eine spannende Virtuelle Konferenz! Danke für das Gespräch.


Joachim Graf, Zukunftsforscher, iBusiness-
Herausgeber und Host der Konferenz

Interessiert? Dann melde dich jetzt noch für die Virtuelle Konferenz zum Thema „Software, Services und Tools für Marketing und Commerce 2020″ am 28. Januar an. Die Teilnahme ist kostenlos.

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