COVID-19 aus Data-Science-Perspektive

Die aktuellen Zahlen und Statistiken zu COVID-19 weichen teils so weit voneinander ab, dass Rückschlüsse auf tatsächliche Infektions- und Letalitätsraten schwierig sind. Doch diese sind entscheidend wichtig für wirksame und richtige Maßnahmen. Daniel Haake wendet das volle datenwissenschaftliche Wissen darauf an und kommt zu validen Erkenntnissen.

Täglich erscheinen neue Zahlen von COVID-19 Infizierten und Todesfällen. Dazu Berechnungen über Infektionsraten und Letalität, die einander allein in Deutschland oft zu widersprechen scheinen. Im internationalen Vergleich weichen die Werte teils in dramatischer Höhe voneinander ab. Die Frage ist also: Welche Zahlen stimmen und worauf ist Verlass? Oder präziser: Wie können repräsentative Untersuchungen zuverlässigere Zahlen liefern und dabei helfen, korrekte Rückschlüsse zu ziehen, um Maßnahmen treffen und einschätzen zu können?

Daniel Haake, M.Sc. in Data Science und Data Scientist bei The unbelievable Machine Company, hat viel Zeit und Know-how darauf verwendet, die Antworten darauf zu finden. Mit großem Aufwand und Blick auf kleinste Details hat er die bisherigen Fakten und Daten zu COVID-19 zusammengetragen und aus datenwissenschaftlicher Perspektive ausgewertet.

Um einen Überblick über die tatsächliche Größenordnung infizierter Personen zu erhalten, hat er repräsentative Studien verwendet. Als erste Datenbasis dienten dabei die COVID-19 Fälle auf Kreuzfahrtschiffen („Diamond Princess“) und Flugzeugträgern („Charles de Gaulle“ und „USS Theodore Roosevelt“), inklusive einer Bereinigung der unterschiedlichen Medianalter für den Übertrag der Ergebnisse auf die Gesamtbevölkerung.

Zudem hat er Ergebnisse flächendeckender Tests an zufällig ausgewählten Personen in Island und einer ähnlichen Untersuchung der Stanford University im kalifornischen Santa Clara County verwendet. Beide waren so angelegt, dass sie einen repräsentativen Blick auf die Gesamtbevölkerung ermöglichen.

Aus Deutschland kam das erste Zwischenergebnis einer flächendeckenden Untersuchung des Universitätsklinikums Bonn in Gangelt (Kreis Heinsberg) hinzu, die auch Prof. Dr. Drosten inzwischen als „extrem solide, robuste Studie“ bezeichnet.

In einem aufschlussreichen und mehrfach aktualisierten Artikel erläutert Daniel Haake, was seine Erkenntnisse für die offiziell gemeldeten Fälle in Deutschland bedeuten. Er legt dar, welche Schlüsse sich auf plausible und tatsächliche Zahlen, die Dunkelziffern und die Letalität von Infizierten ziehen lassen. Inklusiver dringender Handlungsempfehlungen aus datenwissenschaftlicher Perspektive.

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